The Secret of Monkey Island – Special Edition

Die 90er hatten nicht viel Gutes zu bieten. Erinnern wir uns nur mal an Dr. Alban und seinem Smash Hit „Its my Life“ zurück. Da ist es wieder gut, dass diese Zeit schnell vorbei ging. Aber Anfang der 90er genauer gesagt, am 15. Oktober 1990 kam The Secret of Monkey Island auf Amiga, Atari und DOS und war der erste Teil der grandiosen Monkey-Island-Grafikadventurereihe. Das simple aber durchdachte Gamplay sowie der einzigartige Humor im Spiel, machen den schon über 20 Jahre alten Klassiker unvergesslich.

Guybrush beim erlernen der Fechtkunst…
Guybrush beim erlernen der Fechtkunst…

Wer wie ich das Spiel verpasst hat, bekommt jetzt die Gelegenheit den klassiker nachzuholen. Mit der Special Edition hat sich der Klassiker auf neue Plattformen gewagt und ist für (fast) alle aktuellen Konsolen erhältlich. Zudem wurde die Grafik überarbeitet und das gesamte Spiel vertont. Wer kein Bock auf den neuen look hat, kann jederzeit per Knopfdruck zu der Original Grafik wechseln. Leider entfallen dort auch die Sprachausgabe und die deutschen Texte.

Wir begleiten den etwas tollpatschigen Guybrush Threepwood durch sein Abenteuer. Sein grösster Traum ist es, ein gefürchteter Pirat zu werden. Dazu muss er 3 Prüfungen bestehen. Den Schatz von Mele Island finden, ein Schiff erwerben und den Schwertmeister von Mele Island bezwingen. Das Spiel kommt dabei völlig ohne Blut und Gemetzel aus, abgesehen von den sowieso schon toten Geisterpiraten.

Bei den Schwertkämpfen zeigt das Spiel, wie witzig man eine Mechanik in ein Spiel einbauen kann. Anstatt zu QTE (Quick Time Events) wie es wahrscheinlich heute gelöst worden wäre, geht es um den gegenüber möglichst gekonnt zu beleidigen. Auf die Ansage:“Meine Narbe im Gesicht stammt aus einem harten Kampf“ antwortet man gekonnt:“Aha, mal wieder in der Nase gebohrt, wie?“. Das Spiel zeigt immer wieder, dass Humor in Games funktionieren kann.

Elaine Marley (Gouverneurin von Mêlée Island) und Guybrush Threepwood
Elaine Marley (Gouverneurin von Mêlée Island) und Guybrush Threepwood

In einem Adventure stehen die Rätsel im Mittelpunkt und von denen hat Monkey Island genug zu bieten. Mit ein wenig Verstand sind alle selbstständig zu lösen. So benötigen wir im späteren Verlauf des Spiels eine Feile, aber der Gemischtwarenhändler hat zurzeit keine mehr. Also gehen wir zum städtischen Gefängnis und reden mit dem Gefangenen. Dieser hat so starken Mundgeruch, dass sich unser Protagonist weigert, mit ihm zu reden. Also geben wir dem Insassen ein Minzbonbon und nun können wir endlich mit ihm kommunizieren. Als Dankeschön erhalten wir von ihm eine Torte von seiner Tante. Untersuchen wir die Torte genau, finden wir in ihr eine Feile, mit der wir endlich weiter kommen. Wer einfach nicht mehr weiterkommt, kann sich per Knopfdruck hilfreiche Tipps holen.

Schiffskauf bei Stan
Schiffskauf bei Stan

Wer auf der Suche nach einem kleinem Spiel für zwischen durch ist, oder mal etwas anderes als nur Call of Duty spielen will, soll sich dieses urkomische Abenteuer von Guybrush nicht entgehen lassen. Leider sehen wir schon nach ca. 4h den Abspann über den Bildschirm flimmern. Wer es aber wirklich eilig hat, kann das Spiel auch innert zwei Stunden komplett durchspielen. Wer sich aber trotzdem wegen der kurzen Spielzeit nicht abschrecken lässt, kann sich das Spiel entweder in allen üblichen Onlinestores holen oder die Discversion im Fachhandel beziehen.

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