Trophäenjagd – Mein Leben zwischen Platin und Wahnsinn

Das wohlwollende Klingen, wenn eine Trophäe aufleuchtet – das ist für mich Musik in den Ohren. Aber es gibt nichts Besseres, als wenn am Ende auch noch die Platin-Trophäe auf dem Bildschirm erscheint. Dieser Moment, in dem man weiss: Ich habe das Spiel besiegt. Jetzt kann man beruhigt schlafen gehen. Mittlerweile bin ich stolzer Besitzer…

Das wohlwollende Klingen, wenn eine Trophäe aufleuchtet – das ist für mich Musik in den Ohren. Aber es gibt nichts Besseres, als wenn am Ende auch noch die Platin-Trophäe auf dem Bildschirm erscheint. Dieser Moment, in dem man weiss: Ich habe das Spiel besiegt. Jetzt kann man beruhigt schlafen gehen.

Mittlerweile bin ich stolzer Besitzer von 40 Platin-Trophäen – viele weitere sind in greifbarer Nähe… und noch mehr liegen in weiter Ferne.

Von Skepsis zum Vollblutjäger

Seit die Xbox 360 den Gamerscore eingeführt hat, gibt es unzählige Möglichkeiten, Achievements zu sammeln. Auch PlayStation ist mit dem Firmware-Update 2.40 auf den Zug aufgesprungen. Heute kommt niemand mehr um Belohnungen in Spielen herum – sogar Steam und Smartphones setzen auf Erfolge.

Ich gebe zu: Anfangs war ich skeptisch. Doch als ich Uncharted: Drakes Schicksal durchgespielt und meine erste Platin-Trophäe (virtuell) in den Händen hielt, packte mich das Fieber.
Und wie das so ist: eine wurde zur nächsten… und zur nächsten… Heute gehe ich regelrecht auf Trophäenjagd. In einschlägigen Foren finde ich immer wieder hilfreiche Tipps, wie man auch die kniffligsten Auszeichnungen holen kann.

Die Schattenseite der Jagd

Leider ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Manchmal stehe ich kurz vor der Kapitulation – etwa wenn ich stundenlang einer einzigen Trophäe hinterherjage.
Ein Beispiel: In Battlefield Bad Company 2 gibt es die «Abriss Spezialist»-Trophäe. 20 Kills durch einstürzende Gebäude – klingt simpel, ist aber die Hölle. Nach mehreren Stunden Gebäude-Sprengerei hatte ich gerade mal eine Handvoll Kills auf dem Konto.

Wenn Entwickler Humor beweisen

Trophäen können aber auch witzig sein. In The Simpsons Game von 2008 bekommt man schon nach fünf Sekunden die ersten Gamerscore – ein grossartiger Seitenhieb auf die Jagd nach Achievements.
Oder in Batman: Arkham Asylum, wo mich die Trophäen motivierten, jedes einzelne Riddler-Rätsel zu lösen. So sieht man wirklich alles, was die Entwickler ins Spiel gepackt haben.

Kein «Trophäen-Wahnsinniger»… oder doch?

Ich dachte lange, ich wäre der Held der Platinjäger mit meinen ersten 12 Trophäen. Doch im Internet fand ich schnell Leute, die dreistellige Zahlen vorweisen konnten. Manche kaufen jedes erdenkliche Spiel – ob SpongeBob oder SingStar – nur für die Platin.
Ich dagegen bin stolz, dass meine Sammlung aus echten Lieblingsspielen besteht: von Hitman Absolution über Tearaway, Battlefield 3, God of War bis zu Burnout Paradise.

Ganz ausarten kann es aber doch: Flashpoint Operation Dragon Rising hatte mich jahrelang bei 90 % festgehalten, weil ein Durchgang auf «Schwer» fehlte. Nach drei Jahren holte ich es mir für 10 Franken erneut – und kämpfte mich durch 13 knallharte Missionen. Lohn der Mühe: eine Platin-Trophäe, die nur 0,5 % der Spieler besitzen.

Mehr als nur ein Spiel

Für mich zeigen Trophäen auch Charakter. Viele Platin-Auszeichnungen erfordern Zielstrebigkeit, Ausdauer und manchmal eine gesunde Portion Wahnsinn.

Die Jagd geht weiter – und solange dieses vertraute Kling! erklingt, werde ich ihr wohl nie entkommen.

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