Kategorie: Allgemein

  • Super Mario Bros 2 – Ein Klassiker, der auch heute noch begeistert

    Super Mario Bros 2 – Ein Klassiker, der auch heute noch begeistert

    Heute möchte ich mal einen echten Klassiker ausgraben: Super Mario Bros 2. Der Nachfolger des legendären Super Mario Bros erschien damals für das Nintendo Entertainment System – zumindest in Europa und den USA. Tatsächlich ist die Geschichte hinter diesem Spiel aber etwas ungewöhnlich: Der offizielle Nachfolger von Super Mario Bros, der in Japan als Super Mario Bros: The Lost Levels bekannt ist, galt für den westlichen Markt als zu schwer und zu ähnlich zum Vorgänger. Deshalb entschied Nintendo, ein komplett anderes Spiel, nämlich Doki Doki Panic, als Grundlage zu nehmen und die bekannten Mario-Charaktere darauf zu setzen. So entstand das Super Mario Bros 2, das bei uns auf den Markt kam – ein Spiel, das ganz anders spielt als sein Vorgänger, aber trotzdem zum Klassiker wurde. Erst viele Jahre später wurde The Lost Levels auch offiziell im Westen veröffentlicht.

    Was Super Mario Bros 2 besonders macht, ist sein ungewöhnliches Gameplay. Typische Mario-Mechaniken wurden hier teilweise komplett umgekrempelt. So passiert zum Beispiel nichts, wenn man auf einen Gegner springt – man reitet ihn einfach! Stattdessen kann man Gegner aufheben und sie gegen andere werfen oder sogar Sträucher aus dem Boden reissen und als Wurfgeschosse nutzen. Für Fans des klassischen Mario-Spielgefühls war das damals erst mal ungewohnt, aber es bringt eine spannende Abwechslung ins Spiel.

    Neu war auch, dass man nicht nur Mario und Luigi spielen konnte, sondern auch Prinzessin Peach und Toad. Jeder Charakter hat eigene Stärken und Schwächen: Luigi kann besonders hoch springen, Peach schwebt für kurze Zeit, Toad ist zwar kleiner, kann aber am schnellsten Gegner aufheben, und Mario bleibt der Allrounder. Für mich war Mario natürlich die erste Wahl, aber die Vielfalt macht das Spiel interessant.

    Ebenfalls neu war, dass die Spielfigur mehr als nur einen Treffer einstecken kann. Man kann Pilze sammeln, um Lebenspunkte dazuzugewinnen. Allerdings sind die Pilze in einer Parallelwelt versteckt, die man nur mit einem Zaubertrank betreten kann – und dort ist die Zeit begrenzt. Das macht die Suche nach zusätzlichen Leben zu einer echten Herausforderung.

    Was mich persönlich am meisten gestört hat, sind die Soundeffekte. Jeder kleine Aufsammel-Sound ist recht nervig, besonders wenn man viele Pflanzen hintereinander ausreisst. Da musste ich den Sound öfter mal abschalten, um entspannt spielen zu können.

    Typische Mario-Power-Ups wie die Feuerblume fehlen leider komplett. Stattdessen gibt es andere Items, wie den Stern, den man nach dem Sammeln von fünf Kirschen erhält, oder eine Stoppuhr, die die Zeit anhält, wenn man fünf Büsche pflückt. Ab und zu findet man auch Power-Blöcke, die aber sehr selten sind.

    Ein echter Pluspunkt von Super Mario Bros 2 sind die verschiedenen Wege, die man in vielen Levels nehmen kann – besonders gegen Ende. Das motiviert zum erneuten Durchspielen und Ausprobieren, was dem Spiel eine tolle Langzeitmotivation verleiht.

    Für alle, die das Spiel zu leicht finden, gibt es noch zusätzliche Herausforderungen. In jedem Level sind fünf Münzen versteckt, mit denen man extra Leben verdienen kann. Und auf dem GameBoy Advance wird mit der Yoshi Challenge eine besonders knifflige Aufgabe freigeschaltet: Verschiedenfarbige Yoshi-Eier müssen in der Parallelwelt gesucht werden, ohne dabei zu sterben. Wer das schafft, bekommt zwar kein spielbares Yoshi, aber immerhin einen geänderten Startbildschirm – ein kleiner Trost.

    Alles in allem ist Super Mario Bros 2 auch heute noch ein fantastisches Jump & Run. Die neuen Charaktere bringen viel Abwechslung, und das ungewohnte Gameplay fordert zum Umdenken heraus. Wenn ihr die Chance habt, euch das Spiel günstig zu schnappen, zögert nicht – Super Mario Bros 2 ist und bleibt ein absoluter Klassiker, der auch nach all den Jahren nichts von seinem Charme eingebüsst hat.

  • Trophäenjagd – Mein Leben zwischen Platin und Wahnsinn

    Trophäenjagd – Mein Leben zwischen Platin und Wahnsinn

    Das wohlwollende Klingen, wenn eine Trophäe aufleuchtet – das ist für mich Musik in den Ohren. Aber es gibt nichts Besseres, als wenn am Ende auch noch die Platin-Trophäe auf dem Bildschirm erscheint. Dieser Moment, in dem man weiss: Ich habe das Spiel besiegt. Jetzt kann man beruhigt schlafen gehen.

    Mittlerweile bin ich stolzer Besitzer von 40 Platin-Trophäen – viele weitere sind in greifbarer Nähe… und noch mehr liegen in weiter Ferne.

    Von Skepsis zum Vollblutjäger

    Seit die Xbox 360 den Gamerscore eingeführt hat, gibt es unzählige Möglichkeiten, Achievements zu sammeln. Auch PlayStation ist mit dem Firmware-Update 2.40 auf den Zug aufgesprungen. Heute kommt niemand mehr um Belohnungen in Spielen herum – sogar Steam und Smartphones setzen auf Erfolge.

    Ich gebe zu: Anfangs war ich skeptisch. Doch als ich Uncharted: Drakes Schicksal durchgespielt und meine erste Platin-Trophäe (virtuell) in den Händen hielt, packte mich das Fieber.
    Und wie das so ist: eine wurde zur nächsten… und zur nächsten… Heute gehe ich regelrecht auf Trophäenjagd. In einschlägigen Foren finde ich immer wieder hilfreiche Tipps, wie man auch die kniffligsten Auszeichnungen holen kann.

    Die Schattenseite der Jagd

    Leider ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Manchmal stehe ich kurz vor der Kapitulation – etwa wenn ich stundenlang einer einzigen Trophäe hinterherjage.
    Ein Beispiel: In Battlefield Bad Company 2 gibt es die «Abriss Spezialist»-Trophäe. 20 Kills durch einstürzende Gebäude – klingt simpel, ist aber die Hölle. Nach mehreren Stunden Gebäude-Sprengerei hatte ich gerade mal eine Handvoll Kills auf dem Konto.

    Wenn Entwickler Humor beweisen

    Trophäen können aber auch witzig sein. In The Simpsons Game von 2008 bekommt man schon nach fünf Sekunden die ersten Gamerscore – ein grossartiger Seitenhieb auf die Jagd nach Achievements.
    Oder in Batman: Arkham Asylum, wo mich die Trophäen motivierten, jedes einzelne Riddler-Rätsel zu lösen. So sieht man wirklich alles, was die Entwickler ins Spiel gepackt haben.

    Kein «Trophäen-Wahnsinniger»… oder doch?

    Ich dachte lange, ich wäre der Held der Platinjäger mit meinen ersten 12 Trophäen. Doch im Internet fand ich schnell Leute, die dreistellige Zahlen vorweisen konnten. Manche kaufen jedes erdenkliche Spiel – ob SpongeBob oder SingStar – nur für die Platin.
    Ich dagegen bin stolz, dass meine Sammlung aus echten Lieblingsspielen besteht: von Hitman Absolution über Tearaway, Battlefield 3, God of War bis zu Burnout Paradise.

    Ganz ausarten kann es aber doch: Flashpoint Operation Dragon Rising hatte mich jahrelang bei 90 % festgehalten, weil ein Durchgang auf «Schwer» fehlte. Nach drei Jahren holte ich es mir für 10 Franken erneut – und kämpfte mich durch 13 knallharte Missionen. Lohn der Mühe: eine Platin-Trophäe, die nur 0,5 % der Spieler besitzen.

    Mehr als nur ein Spiel

    Für mich zeigen Trophäen auch Charakter. Viele Platin-Auszeichnungen erfordern Zielstrebigkeit, Ausdauer und manchmal eine gesunde Portion Wahnsinn.

    Die Jagd geht weiter – und solange dieses vertraute Kling! erklingt, werde ich ihr wohl nie entkommen.

  • God of War: Chains of Olympus – Der Blick vor den Anfang

    God of War: Chains of Olympus – Der Blick vor den Anfang

    Die God of War-Reihe ist längst zu einem Systemseller geworden. Aber was geschah eigentlich vor dem ersten Teil? Wie wurde Kratos zu dem, wie wir ihn heute kennen – zornig, gnadenlos und getrieben?
    Diese Fragen beantwortet God of War: Chains of Olympus, und das in einer Form, die selbst Jahre nach Release noch beeindruckt.

    Vom Handheld-Meisterwerk zur PS3-HD-Version

    Ursprünglich erschien Chains of Olympus im Frühjahr 2008 für die PSP. Für die damaligen Möglichkeiten des kleinen Handhelds war das ein echtes technisches Kunststück. Die Präsentation war imposant, die Grafik für unterwegs schlicht beeindruckend.
    Mit der God of War Collection Volume II hat es der Titel 2011 dann auch auf die PS3 geschafft – und so können auch Spieler ohne PSP in den Genuss kommen.

    Zugegeben: Die HD-Neuauflage gehört nicht zu den schönsten Remasters ihrer Zeit. Schliesslich war die PSP nur etwa ein Drittel so leistungsstark wie eine PS2. Aber wer nur auf die Grafik achtet, verpasst den wahren Reiz des Spiels – die Geschichte.

    Die Vorgeschichte von Kratos

    Chains of Olympus spielt zeitlich vor dem ersten PS2-Teil.
    Das Abenteuer startet in der Stadt Attica, die gerade von den Persern angegriffen wird. Nachdem Kratos die Stadt befreit und den persischen König besiegt hat, stürzt plötzlich die Sonne Richtung Erde und die Welt versinkt langsam in Dunkelheit.

    Athena verrät Kratos, dass dahinter ein Machtkampf zwischen Helios, dem Sonnengott, und Morpheus, dem Gott des Schlafs und der Träume, steckt. Natürlich ist es wieder einmal an unserem Lieblings-Spartaner, alles ins Lot zu bringen – und das bedeutet: viele Monster zerlegen, darunter Zyklopen, Minotauren und andere mythische Ungetüme.

    Altbekanntes Gameplay, das immer noch rockt

    Das Gameplay ist typisch God of War: schnelle Combos, Ausweichmanöver, brachiale Finisher.
    Waffen und Spezialattacken lassen sich aufrüsten, Quicktime-Events sorgen für spektakuläre Bosskämpfe, und die Rätsel sind wie gewohnt eingestreut. Ja, vieles fühlt sich an wie in den Vorgängern – aber genau das macht auch den Charme aus.

    Nach rund fünf Stunden ist der Abspann zu sehen. Kurz? Ja. Aber keine Minute vergeudet. Ausserdem wartet ja schon der zweite PSP-Teil, God of War: Ghost of Sparta.

    Fazit – Für Fans ein Pflichtprogramm

    Ready at Dawn erfindet das Rad nicht neu, liefert aber ein kompaktes, actiongeladenes Abenteuer, das die Hintergrundgeschichte von Kratos vertieft.
    Wer die Reihe liebt, bekommt hier genau das, was er erwartet: epische Kämpfe, düstere Mythen und den unvergleichlichen Zorn des Kriegers.

    Ich hatte jede Menge Spass – und eine weitere Platin-Trophäe in meiner Sammlung.

  • The Order 1886 – Steampunk in London

    The Order 1886 – Steampunk in London

    Bereits im Vorfeld hatte The Order 1886 für Aufsehen gesorgt – und das nicht immer positiv. Einige Tage vor dem Release veröffentlichte ein Youtuber ein komplettes Walkthrough, das das Spiel in nur vier bis fünf Stunden durchlief. In den Internetforen brach daraufhin ein Sturm der Entrüstung los: Sind 80 Franken für so ein kurzes Spiel gerechtfertigt? Meiner Meinung nach: Ja, absolut!

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